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Homöopathie und Minerale

by Jan Scholten

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Availability: In stock

Description

In diesem Buch geht es ber die Verwendung von Mineralien in der Homopathie. Bei den beschriebenen Mineralien handelt es sich vor allem um Kombinationsmittel beziehungsweise um Salze. Es werden vor allem unbekannte Mittel, wie Calcium muriaticum und Barium fluoratum beschrieben.

Gruppenanalyse

Die Methode der Analyse, welche in diesem Buch verwendet wird, ist genauso wichtig. Diese Methode heit 'Gruppenanalyse'. Hierbei werden essentielle Kennzeichen aus einer Gruppe von Mitteln herausgezogen, zum Beispiel der Natriumgruppe. Daraufhin werden diese Kennzeichen wieder bei auergewhn-lichen Mitteln der Natriumgruppe, wie Natrium fluoratum angewendet. Die Gruppenanalyse ermglicht es, das homopathische Bild von unbekannten Mitteln mehr oder weniger vorauszusagen. Es ist eine kreative Mglichkeit, mit der enormen Vielfalt von Informationen in der Homopathie umzugehen. Der Leser kann mit der Gruppenanalyse selbst weiterarbeiten, um neue Wege zu beschreiten.

Ein Blick hinter die Kulissen Jahrelang schon uert Jan Scholten, der Autor dieses Buches seine Unzufriedenheit ber die lckenhafte und wenig systematische Kenntnis der homopathischen Arzneimittel. Auf der einen Seite gibt es eine Gruppe von Arzneimitteln, die soge-nannten Polychreste, von denen wir sehr viel, vielleicht sogar zuviel Information zur Verfgung haben. Auf der anderen Seite gibt es eine sehr groe Gruppe, von der sehr wenig oder berhaupt nichts bekannt ist. Die letztgenannte Gruppe ist es, die in seinem tglichen Praxisleben eine sehr groe Rolle spielt. Eine von Jan Scholtens Aussagen ist auch, da keine 'kleinen Mittel' bestehen, sondern lediglich 'wenig bekannte'. Als Vorkmpfer fr diese in seinen Augen zu unrecht diskriminierten Arzneimittel, scheint er dafr manches Mal die bekannten Mittel zu bersehen. Jedoch erweist sich meistens, da wir, seine Kollegen aus dem homopathischen rztezentrum das unbekannte und dadurch unterbewertete Mittel (noch) nicht erkennen. In unserer Gruppenpraxis wurden wir durch ihn immer wieder berrascht, wie er uns neue Darstellungen von unbekannten, aber auch bekannten Arzneimitteln darbot. Dies trgt dazu bei, da wir unsere Patienten viel differenzierter betrachten und ihnen dadurch auch besser helfen knnen. Einem Auenstehender, der mich fragen wrde, wo er die Kenntnis ber diese Mittel her hat, wrde ich antworten, da er besser fragen solle, wo er sie nicht her hat. Als homopathischer Arzt ist er vielerlei Gebieten gegenber aufgeschlossen, mit einem Ziel jedoch vor Augen: sich in der homopathischen Heilkunde weiter-zuentwickeln. Und genau in diesem Gebiet kristallisiert sich seine so erworbene Kenntnis heraus. Es ist aber nicht so, da diese Informationsanhufung kritiklos hingenommen wird. Es sind die Patienten, die das letzte Wort haben. Letztendlich sind sie es, die uns klarmachen, ob die Vorstellungen, die wir von einem Arzneimittel haben, die richtigen sind. Dies gilt nicht nur fr die schon genannten unbekannten Arznei-mittel, sondern auch fr die sogenannten Polychreste. Kurzum, die Beurteilung dessen, was sich bei unseren Patienten physisch und psychisch verndert, ist von groer Wichtigkeit. Und dieses Buch zeigt, da das vor allem bei Mitteln mit einem noch unbekannten Bild sehr wichtig ist. Die meisten Homopathen gehen davon aus, da die Arzneimittelprfung die Grundlage fr ein besseres Verstndnis eines Arzneimittels ist. Jan Scholten stellt sich auf den Standpunkt, da die Patienten uns am besten berichten knnen, was sich bei ihnen abspielt, wenn ihnen durch ein homopathisches Mittel geholfen wurde. Um an mehr Wissen ber die Wirkung unserer Arzneimittel zu gelangen, mssen wir im allgemeinen mit den psychischen Aspekten mehr in die Tiefe gehen. Wir drfen uns nicht mit dem Verschwinden von Symptomen zufrieden geben. Ein sehr wichtiger und erneuernder Schritt wird in diesem Buch getan, und zwar der Beginn einer Systematisierung der Arzneimittellehre. Bis jetzt ist unser Wissen darber ohne Zusammenhalt, wie ein Sandhaufen. Dies gilt fr die individuellen Arzneimittelbilder, die oft aus einem ungeordneten Brei von Symptomen bestehen. Deutlicher sehen wir das bei Arzneimittelgruppen, die sowohl in botanischer als auch chemischer Hinsicht verwandt sind, homopathisch hingegen scheinbar nicht. In diesem Buch wird eine Analyse von Verbindungen gegeben, die chemisch miteinander verwandt sind. Vergleichen wir zum Beispiel die Natriumverbindungen miteinander, dann wird es uns einen wichtiges Stck weiterbringen, wenn wir begreifen, welchen Beitrag der Natriumanteil in dieser Verbindung liefert. Somit ist der erste Schritt das Definieren jedes einzelnen Elements fr sich. Der nchste Schritt ist, die Verbindung dieser Elemente untereinander auf dynamische Weise zu begreifen. Das sind die Schritte, die fr uns in diesem Buch gemacht werden. Manchmal knnen wir das Endergebnis dieser Analysen mit dem uns zur Verfgung stehenden Wissen aus der Materia Medica begreifen. Lesen Sie beispielsweise die Analyse von Natrium muriaticum in Beziehung auf die durch Hahnemann beschriebene Idee, da die Mutter gestorben ist (CK, Natrium muriaticum, Symptom Nr. 97, lautet: 'Gedchtniss-Mangel, dass er glaubte, seine (stndlich anwesende) Mutter sey gestorben, weil er sich nicht erinnern konnte, sie gesehen zu haben.'). Es ist oft nicht leicht das Endergebnis nachzuvollziehen, durch die Eigenschaft des Autors, die Informationen, die von verschiedenen Seiten kommen, vor allem von den Patienten, auf sehr kreative Weise miteinander zu verbinden. In diesem Fall wird es fr den Leser nicht immer einfach sein, das grob skizzierte Bild wertzu-schtzen, so hilft jedoch ein durch Hahnemann gegebener Ratschlag: 'Aude sapere' ('Wage zu wissen'). Denn es ist nicht nur eine Sammlung von sehr inter-essanten Arzneimittelbildern, die uns dieses Buch zu bieten hat. Sein Wert ergibt sich aus der Denkweise, die diesen Bildern zugrunde liegen. Haben wir uns diese angeeignet, dann knnen wir selbst die Elemente, die in diesem Buch beschrieben sind, weiter ergrnden und sie auf kreative Weise miteinander verbinden. Selbst wende ich diese Methode oft schon an. Diese Denkweise lt sich sogar auf noch nicht beschriebene Elemente bertragen. Dadurch kann dieses Werk ein Anfang eines sehr wichtigen Schrittes voran in der homopathischen Heilmethode sein, und wir knnen es als erstes Organon (Werk-buch) auf dem Gebiet der homopathischen Arzneimittellehre betrachten. In der tglichen Praxis sollten wir die von Jan Scholten geborgenen Rohdiamanten, die noch geschliffen werden mssen, in ihrer vollen Pracht erstrahlen lassen. Rienk Stuut


Dankeswort 7
Vorwort 9
Einleitung 11
Krankheit als Schpfung 15
Gruppenanalyse 23

Kationen 27
Die Calciumgruppe 27
Die Magnesiumgruppe 29
Die Kaliumgruppe 31
Die Natriumgruppe 33
Mittel aus einem Element 35

Die Carbonicumgruppe 37
Graphites 39
Calcium carbonicum 41
Magnesium carbonicum 43
Natrium carbonicum 47

Die Muriaticumgruppe 49
Chlorum 51
Calcium muriaticum 53
Magnesium muriaticum 57
Kalium muriaticum 61
Natrium muriaticum 65

Die Sulphuricumgruppe 67
Sulphur 69
Calcium sulphuricum 71
Magnesium sulphuricum 75
Kalium sulphuricum 79
Natrium sulphuricum 83

Die Phosphoricumgruppe 85
Phosphor 89
Calcium phosphoricum 91
Magnesium phosphoricum 95
Kalium phosphoricum 99
Natrium phosphoricum 103

Die Bariumgruppe 107
Barium carbonicum 109
Barium muriaticum 111
Barium sulphuricum 115
Barium phosphoricum 119

Die Acidumgruppe 123
Acidum Sulphuricum 125
Acidum Phosphoricum 129

Die Ammoniumgruppe 133
Ammonium carbonicum 135
Ammonium muriaticum 139
Ammonium sulphuricum 145
Ammonium phosphoricum 149

Die Nitricumgruppe 153
Nitricum acidum 155
Calcium nitricum 157
Kalium nitricum 161
Natrium nitricum 165
Barium nitricum 169
Die Fluorgruppe 173
Calcium fluoratum 175
Magnesium fluoratum 179
Kalium fluoratum 183
Natrium fluoratum 187
Barium fluoratum 191

Die Bromgruppe 195
Bromum 197
Calcium bromatum 201
Magnesium bromatum 205
Kalium bromatum 209

Die Iodgruppe 213
Magnesium iodatum 215
Kalium iodatum 221
Natrium iodatum 225

Die Eisen gruppe 229
Vanadium 231
Kalium bichromicum 237
Chromium metallicum 239
Manganum 245
Die Ferrumgruppe 251
Ferrum metallicum 253
Ferrum muriaticum 255
Ferrum sulphuricum 259
Ferrum phosphoricum 263
Ferrum iodatum 267
Niccolum 271
Cuprum 275
Zincum 277

Anhang 279
Argentum metallicum 279
Die Zeiten 289
Die Zeitentabelle 291
Nachwort 12
Literatur 299
Periodensystem 300


Beispiel
Calcium muriaticum

Nur Clarke (1985, Band 1, Seite 357) berichtet kurz ber Calcium muriaticum. Im Repertorium von Kent kommt es nicht vor. Vermutlich werden einige Calcium- Flle in der Zukunft wohl eher Calcium muriaticum Flle sein. Das Bild von Calcium muriaticum ist dem von Calcium sehr hnlich. Aber es hat eindeutig einen eigenen Charakter. Calcium muriaticum erweist sich als groes Kindermittel. Ziemlich viele Flle, bei denen ich frher Calcium mit migem Erfolg verschrieben habe, verbessern sich mit Calcium muriaticum enorm.

Begriffe

Calcium Muriaticum
Was denken die anderen Selbstmitleid
Kritikempfindlichkeit Pflege
Unsicherheit Futterung
Verlegenheit Mutter
ngste Zuwendung
Abschirmen Selbstbewutsein
Zurckziehen

Gruppenanalyse

Laut Gruppenanalyse gilt folgendes Thema fr Calcium muriaticum das folgende: die Angst, andere knnten merken, da sie ein groes Bedrfnis nach Zuwendung und Versorgung haben. Der erste Teil dieses Themas stimmt mit Calcium berein: was werden die anderen von mir denken. Jedoch ist die Angst bei Calcium muriaticum vor allem auf Zuwendung und Pflege gerichtet. Sie haben Angst, da sie zu viel Zuwendung und Pflege verlangen und dadurch unselbstndig wirken, ebenso davor, da sie dafr kritisiert werden. Eine zweite Variante handelt von der Angst, zu wenig Zuwendung und Sorge zu geben, vor allem als Mutter ihren Kindern gegenber. Sie haben Angst, ihre Kinder zu verwhnen oder zu vernachlssigen, und gleichzeitig die Angst, durch ihr Handeln von anderen abgewiesen zu werden. Es ist das Thema, das einfach von der Mutter auf das Kind bertragen werden kann. Die Mutter ist ber die Versorgung ihres Kindes sehr unsicher. Das Kind bekommt zu wenig und beginnt zu 'meckern'. Es will mehr Zuwendung und Pflege. Auf der einen Seite will die Mutter das auch, hat aber auf der anderen Seite Angst, das Kind zu verwhnen, und denkt darber nach, was die Nachbarn oder andere wohl darber sagen werden. Sie wird ungehalten ber das Kind und schickt es weg mit der Bemerkung: 'Du sollst nicht so viel meckern.' Auf diese Weise wird das Kind ber sein Verlangen nach Zuwendung und Betreuung unsicher.

Fall

Eine 30jhrige Frau kommt mit verschiedenen Symptomen zu mir. Ihre erste Beschwerde ist ein Ausschlag auf Brust und Armen. Im Frhjahr ist sie dort vor allem sehr empfindlich. Es bilden sich kleine rote, juckende Pickel. Dieses Bild besteht seit der Geburt ihres ersten Kindes. Ein zweites Problem ist Kopfweh in der Stirn, durch Erkltung. Sie fhlt dann einen Druck auf ihren Augen, verbunden mit wrigem Nasenflu. Manchmal hat sie auch Schmerzen im Oberkiefer, meistens links. Diese Beschwerden hat sie seit ihrer zweiten Schwanger-schaft, als sie eine Stirnhhlenvereiterung hatte. Nun hat sie wirklich genug davon. Dadurch ist sie ziemlich schlecht gelaunt und ungeduldig. Sie vertrgt nicht viel von ihren Kindern. Darberhinaus ist sie dann muffig und in einem 'zombieartigen' Zustand. Diese Beschwerden sind im Winter schlimmer, obwohl das Wetter keinen direkten Einflu darauf hat. Als drittes Symptom hat sie ein Jucken an der Vagina und den Schamlippen. Es kommt wenig Ausflu. Diese Beschwerde ist vor der Menses strker. Eine vierte Beschwerde ist Stuhlverstopfung. Der Stuhlgang ist hart, dick und dunkel. Er kommt mit Mhe, vor allem nachmittags zwischen 16 und 21 Uhr gibt es Probleme. Sie bekommt dann zeitweise Bauchkrmpfe, vor allem links im Unterleib. Rckenschmerzen sind ihre fnfte Beschwerde. Diese hat sie seit zwei Jahren, nach der Geburt ihres zweiten Kindes. Das war kurz vor einem Umzug, wo sie schwer getragen hatte. Damals hatte sie in trockenem kalten Wind gestanden. Es fing mit Ischias an, Schmerz in den sacroilicalen Gelenken, auch Schmerz im Steibein. Der Schmerz zog weiter ins linke Bein bis zur Wade, ein krampfartiger, ziehender Schmerz. Vor allem die laterale Sehne in der Kniebeuge tat sehr weh. Sie konnte damit nur sitzen, im Liegen wurde es noch schlimmer. Die Modalitten wechseln manchmal , < morgens beim aufstehen, sitzen, bcken, still stehen, Kopf nach vorne beugen, Beine strecken, sich anderswo hinsetzen. Manchmal kommen Krmpfe in den Zehen und den Fusohlen dazu. Sie neigt zum Dickwerden, zum Zunehmen. Sie leidet unter schmerzenden gespannten Brsten, die auch etwas angeschwollen sind. Das kann manchmal vor der Menses sein, aber manchmal hat sie es auch wochenlang ohne jede Verbindung mit der Menses. Vorgeschichte: Starke Mumps gehabt. Reisekrankheit. Allgemeinsymptome: Wetter: klteempfindlich, kalte Hnde und Fe. Von kalten Fen bekommt sie Knieschmerzen. Sie wird niedergeschlagen bei trbem Wetter.

Schwei: nachts ziemlich oft, auf dem Rcken, der Brust und unter den Achseln.

Zeit: <15 Uhr. morgens manchmal schlechte Laune.

Verlangen: s (3), Naschereien (3), Schokolade (2), Trauben (3), Kaffee, rauchen.

Abneigung: Kohl, Bohnen (2).

Menses: ziemlich regelmig, oft alle 14 Tage, und ziemlich viel, nur tagsber. Schlechtgelaunt einen Tag vor der Menses.

Schlaf: unerquicklich. Auf der rechten Seite.

Geistes- und Gemtssymptome: Sie macht sich schnell um ihren Mann und um ihre Kinder Sorgen. Wenn ihr Mann einmal spter nach Hause kommt, ist sie so besorgt, da sie ausgemacht haben, er solle in so einem Fall immer erst zu Hause anrufen. Genauso hat sie Angst, da ihre Kinder die Treppe hinunterfallen knnten. In ihren Trumen kehren die ngste wieder. Sie trumt davon, ihre Kinder aus dem Wasser retten zu mssen. Sie hat ein groes Bedrfnis an Zuwendung. Ihre Eltern und vor allem ihre Mutter hatten im Geschft, viel zu tun. Fr die Kinder blieb wenig Zeit brig. Sie hat das Gefhl viel zu wenig Zuwendung bekommen zu haben. Sie findet sich oft bedauernswert und bedrftig. Selbst jetzt hat sie noch das Gefhl, da ihre Mutter ihr wenig hilft. Ihre Mutter steht sofort bereit, wenn eine ihrer Schwestern krank ist oder ein Kind bekommt, aber nicht fr sie. Jeder denkt, da sie schon alleine fertig wird, schon von klein auf. Sie traut sich praktisch nicht, um Hilfe zu bitten. Sie findet, da sie es selbst schaffen mu. Ihre Stimmung wechselt hierbei sehr schnell. Sie vertrgt wenig, ist ihren Kindern gegenber kratzbrstig und kurz angebunden. Sie hat die Neigung, sehr schnell zu heulen, will das aber nicht, schluckt viel hinunter und seufzt. Angst vor Insekten, vor allem Spinnen. Sie hat auch Angst, Auto zu fahren und einen Unfall zu verursachen. Sie vertrgt keine Kritik. Ihre Reaktion darauf ist: 'Machs doch selbst.' Sie arbeitet hart und findet, da sie etwas tun mu. Die Ehe verluft sehr gut. Es gab schon 'mal ein Problem mit ihrem Mann, weil er zu lang und zu hart arbeitete. Er war oft den ganzen Abend beschftigt und selbst am Wochenende. Manchmal fhlte sie sich dann nur noch als Haushlterin ihres Mannes. Das Problem, zu wenig Zuwendung zu bekommen, kam dann wieder zum Vorschein.

Analyse

Es dauerte drei Jahre, bevor ich zu dem Schlu kam, da diese Patientin Calcium muriaticum haben mute. Whrend dieser drei Jahre bekam sie die folgenden Mittel Lycopodium, Sepia, Tuberculinum, Lac canicum, Cimicifuga, Graphit, Calcium, Calcium sulfuricum, Ammonium muriaticum. Diese Mittel brachten nur zeitweise oder gar keinen Erfolg. Nur Graphites hatte einen bleibenden Einflu. Damit verminderte sich ihre Labilitt. Ihre Beschwerden befanden sich danach fters links statt rechts. Doch blieben ihre Beschwerden. Graphites war also eine Schicht, aber es mute noch ein Mittel da sein. Da Graphit eine Ergnzung zu vielen anderen Mitteln ist, wurde schon in dem Kapitel ber Graphites besprochen.

Verlauf

Nach der Gabe von Calcium muriaticum bekam sie erst eine heftige Erkltung mit gelbgrnem und braunem Schleim. Dabei verschwand ihr Kopfweh. Darauf folgten alte Beschwerden, eine nach der anderen kam und ging wieder: die geschwollenen Brste, die Rckenschmerzen und die Obstipation. Nach zwei Monaten fhlte sie sich wieder wie frher, einfach wohl in ihrer Haut. Auch ihr bergewicht bekam sie ohne Mhe in den Griff. Nach drei Monaten wiederholte ich die Calcium muriaticum Gabe wegen wieder-kehrender Mdigkeit nach Stre.

Bild von Calcium muriaticum

Essenz: die Vorstellung und die Angst, da andere es komisch finden knnten, weil man Zuwendung und Umsorgung ntig hat. Geistes- und Gemtssymptome: Es ist ein starkes Verlangen nach Zuwendung, Sorge, Umsorgung und Hilfe vorhanden. Aber auf der anderes Seite besteht die Angst, dies zu erbitten, die Angst, da andere es komisch finden knnten. Es ist die Vorstellung, da man alleine, ohne Hilfe von anderen fertig werden mu. In der Vergangenheit kam die Zuwendung oft zu kurz, vor allem die der Mutter. Die Zuwendung, um die andere sie bitten, kann auch manchmal zu viel werden. Dann entsteht Irritation und Barschheit. Vor allem knnen die eigenen Kinder zu viel werden. Dazu kommt, da sie ber ihre Mutterschaft sehr unsicher sind. Sie haben Angst, da andere sie fr eine schlechte Mutter halten knnten, eine Mutter, die ihre Kinder zu sehr verwhnt oder ihnen berhaupt keine Zuwendung gibt. Dieses Problem entsteht auch oft in Verbindung mit der Menses oder den Schwan-gerschaften. Sie mgen Gesellschaft. Sie sind ziemlich offen, reden gerne und viel. Jedoch richten sich ihre Kontakte auf die Familie, Bekannte, Nachbarn und Freunde. Sie sind Frem-den gegenber nicht so offen wie Phos. Eine gemtliche Dicke verkrpert den Typ.

Angst: vor Unfllen, Autofahren, selbst an Unfllen schuldig zu werden, um andere, den Ehegatten, die Kinder.

Allgemeinsymptome:

Lokalisation: links,

Physiognomie: bergewicht.

Wetter: klteempfindlich, trbselig bei trbem Wetter.

Zeit: < 15 Uhr.

Verlangen: s (3), Schokolade (2).

Menses: regelmig; viel, tagsber. Vor der Menses schlecht gelaunt, geschwollene schmerzende Brste.

Schlaf: auf der rechten Seite oder auf dem Bauch.

Reisekrankheit Erkltung mit Kopfweh. Wriger Nasenflu, Sinusitis links. Mumps (dieser Fall bringt uns zur Vermutung, da Calcium muriaticum ein wich-tiges Mumps-Mittel ist). Brste schmerzhaft und geschwollen, < vor der Menses, < nach der Schwanger-schaft. Rheumatische Symptome.

DD: Calcium, Calcium sulfuricum, Muriaticumgruppe, Phosphoricum, Sepia.

DD Calcium : Der Unterschied ist vor allem, da Calcium muriaticum viel mehr an der Mutter hngt und von ihr abhngig ist. Das Bedrfnis nach Zuwendung und Versorgung von der Mutter ist strker als bei Calcium Bei Calcium ist mehr Verle-genheit mit dabei. Noch ein Unterschied ist, da Calcium etwas mehr rechts, und Calcium muriaticum mehr links ist.

DD Calcium phosphoricum: Die Unzufriedenheit und das klagende Verhalten sind gleich. Calcium muriaticum sucht mehr nach Umsorgung, als Kind vor allem bei der Mutter. Calcium phosphoricum hngt nicht so sehr an der Mutter, hat dafr mehr Interesse an neuen interessanten Dingen. Calcium phosphoricum ist unruhiger, geht mehr auer Haus, whrend Calcium muriaticum huslicher ist.
Homopathie und Minerale
ISBN 9074817025
Language German
Author Jan Scholten
Pages 302
Type Paperback
Printed in The Netherlands
Publisher Alonnissos